2026: KI im Rechtsbereich tritt in die Phase der echten Nutzung ein

Was die nächste Welle von KI-Prognosen für Rechtsabteilungen, HR und KMU bedeutet:

In den letzten zwei Jahren war KI im Rechtsbereich vor allem von Experimenten geprägt. Tools wurden getestet, Pilotprojekte gestartet und viele Lösungen versprachen juristische Workflows grundlegend zu verändern.

Die nächste Phase wird anders aussehen.

Aktuelle KI-Prognosen zeigen klar: KI entwickelt sich von einem Experiment zu einer Notwendigkeit. Im Legal Tech wird dieser Wandel weniger von Neuheit als von Kostendruck, Geschwindigkeit und Genauigkeit getrieben – insbesondere in Hochkostenländern wie der Schweiz.

Bei Lawise beobachten wir mehrere Entwicklungen, die entscheidend werden.

1. KI im Rechtsbereich wird weit über Juristen hinaus genutzt

Die erste Welle von Legal AI richtete sich fast ausschliesslich an Juristen für Juristen: Vertragsprüfung, Textentwürfe, interne Kanzlei-Workflows.

Die nächste Welle ist breiter – und deutlich grösser.

Tools wie Jurilo werden zunehmend genutzt von:

  • HR-Verantwortlichen
  • CFOs und Finanzteams
  • Geschäftsleitungen und Operations
  • KMU ohne eigene Rechtsabteilung
  • Verwaltungen und öffentliche Institutionen

Diese Nutzer wollen keine juristische Theorie. Sie brauchen klare, korrekte und sofort umsetzbare Antworten.

KI wird zur ersten Anlaufstelle für rechtliche Klärungen – Juristen kommen dann ins Spiel, wenn es wirklich nötig ist.
Das ersetzt keine Anwälte, sondern setzt ihre Zeit effizienter ein.

2. Kostendruck wird zum zentralen Treiber – auch in der Schweiz

Auch in der Schweiz steigt der Druck:

  • Begrenzte oder sinkende Ressourcen
  • Zunehmende regulatorische Komplexität
  • Höhere Erwartungen an Reaktionszeiten
  • Reduktion externer Rechtskosten

Rechtsabteilungen müssen mehr leisten mit weniger Ressourcen.
KI-Tools, die Recherchezeiten von 30–90 Minuten auf Sekunden reduzieren, werden damit wirtschaftlich unverzichtbar.

3. Genauigkeit schlägt Workflow

Schöne Workflows nützen wenig, wenn die Antwort falsch ist.

Unternehmen und Behörden priorisieren zunehmend:

  • Hohe fachliche Genauigkeit
  • Nachvollziehbarkeit und Quellen
  • Aktuelle Gesetzes- und Rechtsprechungsbasis
  • Klare Begründungen statt generischer Texte

Legal AI wird wie ein kritisches System bewertet:
Ist das Ergebnis verlässlich – ja oder nein?

4. Datensouveränität und Compute-Unabhängigkeit werden strategisch

Immer wichtiger werden:

  • Kontrolle über Daten
  • Regionale oder souveräne Infrastruktur
  • Reduzierte Abhängigkeit von Black-Box-Modellen

Legal AI wird Teil der kritischen digitalen Infrastruktur.

5. Antwortgeschwindigkeit wird zum Wettbewerbsfaktor

Rechtsfragen müssen heute im Moment der Entscheidung beantwortet werden – nicht Tage später.

KI ermöglicht genau das.

Was das für Legal Tech bedeutet

Die nächste Phase von Legal AI wird durch fünf Prinzipien geprägt sein:

  • Breitere Nutzung durch Nicht-Juristen
  • Klarer wirtschaftlicher Nutzen
  • Genauigkeit statt Hype
  • Souveränität und Vertrauen
  • Sofortige Einsetzbarkeit in realen Entscheidungen

Bei Lawise sehen wir diese Entwicklung genau in Jurilo umgesetzt:
eine Legal AI, die nicht nur für Spezialisten entwickelt wurde, sondern für diejenigen, die tatsächlich rechtliche Klarheit benötigen – schnell, verlässlich und auf Schweizer Recht abgestützt.

Die Phase des Experimentierens geht zu Ende.
Die Phase der praktischen Legal AI hat begonnen.